Aufforstung ist ohne Frage wichtig – doch wer glaubt, dass viele junge Bäume ältere ersetzen können, irrt gewaltig. Alte Bäume sind für unser Klima wertvoller, als es ihre schiere Zahl vermuten lässt.
Studien des US National Forest Service und der Universität Melbourne zeigen: Ältere Bäume sind keine trägen Riesen, sondern wahre CO₂-Turbinen. Sie binden im Verhältnis nicht langsamer, sondern sogar effektiver Kohlenstoff als junge Pflanzen. Ein einzelner 100‑jähriger Baum kann jedes Jahr rund 150 bis 200 Kilogramm CO₂ speichern – während ein junger Baum im selben Zeitraum oft nur 5 bis 10 Kilogramm schafft.
Doch das ist noch nicht alles: Alte Bäume speichern den gebundenen Kohlenstoff langfristig im Holz, schaffen durch ihre mächtigen Kronen ein stabiles Mikroklima, regulieren die Luftfeuchtigkeit und bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
Die Botschaft ist klar: Baumfällung sollte immer die letzte Option sein. Wer alte Bäume schützt, betreibt aktiven und hochwirksamen Klimaschutz – heute und für kommende Generationen.
📚 Quellen: Stephenson et al. (2014), Nature; Keeton et al. (2011), Forest Ecology and Management