Bäume passen sich nicht nur an Umweltveränderungen an – sie merken sich auch vergangene Dürrephasen.
Laut Forschungen des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie (2017) zeigen Bäume eine sogenannte ökophysiologische „Prägung“: Erlebte Trockenperioden verändern ihr zukünftiges Wachstum und Verhalten – z. B. frühere Stomataschließung oder veränderte Holzdichte. Selbst Jahre später reagieren sie vorsichtiger bei Wasserabgabe.
Diese "Erinnerung" kann über molekulare Prozesse wie epigenetische Modifikationen gespeichert werden.
Pflegemaßnahmen müssen das „Erfahrungsgedächtnis“ von Bäumen berücksichtigen – besonders bei klimastressgeplanten Neupflanzungen.
📚 Quelle: Ruehr et al. (2017), New Phytologist; MPI Jena